Armut halbieren

Armut in der reichen Schweiz ist ein Tabu. Wir wissen genau, wie viele Autos und Motorräder auf unseren Strassen verkehren, aber wir wissen nicht genau, wie viele Menschen in unserem Land arm sind.

Jede zehnte Person in der Schweiz gilt als arm. Armut kann jeden und jede treffen: Von Armut bedroht ist, wer arbeitslos oder krank ist, wer ungenügend ausgebildet ist, drei oder mehr Kinder hat, eine Scheidung durchmacht oder Opfer der Wirtschaftskrise wird.

Die Stärke einer Gesellschaft misst sich am Wohl der Schwachen. Die Schweiz muss alles unternehmen, um Armut an der Wurzel zu bekämpfen. Darum ruft Caritas zu einer Dekade der Armutsbekämpfung auf: Bis 2020 soll die Armut in der Schweiz halbiert werden!

Forum 2013: Bildung gegen Armut

Fehlende Bildung ist ein Armutsrisiko. Gerade in einer Wissensgesellschaft wie jener der Schweiz, ist Bildung der Schlüssel zu ökonomischer Unabhängigkeit und sozialer Teilhabe. Doch gerade in der Schweiz ist das Bildungsniveau, welches jemand erreicht, massgeblich durch die soziale Herkunft bestimmt. Der Zugang zu Bildung ist immer noch nicht für alle gleich gewährleistet. Am Caritas-Forum im Januar 2013 in Bern wurden Massnahmen von der Frühförderung bis zur Nachholbildung diskutiert. 250 Personen aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialbereich nahmen an der sozialpolitischen Tagung teil.

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